Werkzeuge zum Naturfärben passen nicht immer zu unserer Arbeit, wenn wir uns nur auf handelsübliche Produkte verlassen. Viele Verfahren des Naturfärbens beginnen damit, Pflanzen auszukochen. Wenn wir große Stoffe färben, bereiten wir bis zu 50 L Färbeflotte zu und verwenden entsprechend große Töpfe. Deshalb wollte ich heute ein Werkzeug bauen, mit dem wir an diesem Topf sicherer arbeiten können.
Der größte Topf bei Hitotsuya(ひとつ屋) hat einen Durchmesser von 40 cm, ist 50 cm hoch und fasst 50 L kochendes Wasser auf einmal. Für große Stoffe wie Yukata ist er äußerst praktisch. Doch normale Kochstäbchen reichen beim Umrühren der Pflanzen nicht bis zum Boden, und handelsübliche Siebe sind völlig ungeeignet, um das ausgekochte Pflanzenmaterial herauszuheben.
Zum Umrühren kann notfalls auch ein langer Holzstab die Stäbchen ersetzen. Für das Sieb fand ich jedoch keinen passenden Ersatz. Wenn ich mit einem kurzen Griff Pflanzen vom Topfboden herausholen wollte, wäre ich mehrmals beinahe mit dem heißen Wasser in Berührung gekommen.
Deshalb beschloss ich heute, ein eigenes „Spezialsieb“ zu bauen. Wenn das benötigte Werkzeug nicht existiert, fertigen wir es so an, dass es zu unserer Arbeit passt. Auch das gehört für mich zum Reiz der Werkzeuge zum Naturfärben.
Werkzeuge zum Naturfärben — Ein Spezialsieb selbst bauen
▼ Selbst gebaut!! Die Materialien für das Spezialsieb.

▼ Zuerst wird an dieser Stelle ein Loch gebohrt.


▼ Das Sieb wird an einem Holzstiel festgeschraubt.

Werkzeuge zum Naturfärben an den großen Topf anpassen
▼ Ein Haken sorgt dafür, dass das Sieb aufgehängt werden kann.

▼ Zur Verstärkung wird der Ansatz mit Draht umwickelt — fertig!!

Nun reicht der Stiel bis auf den Boden des großen Topfes, und die Pflanzen lassen sich herausheben, ohne die Hände dicht an das kochende Wasser bringen zu müssen. Es ist nur eine kleine Verbesserung, doch Werkzeuge zum Naturfärben, die genau zu unserer Arbeit passen, machen den Alltag deutlich leichter.
Bei Hitotsuya entsteht derzeit außerdem eine noch größere Anlage, dokumentiert in „100-Liter-Topf | Bau eines Färbe-Kamado ③ Probe mit aufgesetztem Topf“. Wird der Topf größer, müssen wir natürlich auch die dazugehörigen Werkzeuge neu überdenken.
Werkzeuge zum Naturfärben aus eigener Hand
Solche selbst gebauten Werkzeuge tragen die Färbearbeit bei Hitotsuya. Statt unsere Arbeit an handelsübliche Produkte anzupassen, passen wir bei Bedarf die Werkzeuge an unsere Arbeit an. Wie sich diese Denkweise bei Hitotsuya von Werkzeugen über Maschinen bis hin zu KI fortsetzt, beschreibe ich auch in „Meiji-‚Maschinen‘ und KI der Reiwa-Zeit“.