Beim Färben denke ich schon seit Langem über etwas nach. Nämlich darüber, dass ich „lieber Mingei als Kunst schaffen möchte“.
Ein Bild kann man auf eine Leinwand malen, und für ein elegantes Design kann man einen Computer verwenden. Wenn ich mir jedoch die Mühe mache, von Hand „auf Stoff zu zeichnen“, möchte ich den Sinn darin nicht aus den Augen verlieren. Deshalb habe ich mich immer wieder gefragt: Was ist Stoff für mich? Am Ende gelange ich stets zu derselben Antwort: Stoff ist „etwas, das eng mit dem täglichen Leben verbunden ist“, wie Kleidung oder Bettzeug.

Andererseits empfinde ich beim Anblick sogenannter alter Stoffe, die im Alltag lange benutzt und abgetragen wurden, etwas, das der Kunst sehr nahekommt. Ich bewundere Techniken, die im täglichen Leben entstanden und über Generationen weitergegeben worden sind. Weil ich mich dieser Schönheit annähern möchte, verbringe ich in letzter Zeit immer mehr Zeit mit geduldiger und sorgfältiger Arbeit.


Bei diesem Furoshiki ist ein schlichtes Shibori-Muster namens „Mokume-Shibori“ vorgesehen. Dabei wird der Stoff in Abständen von weniger als 1 cm (ca. 0,39 in / ca. 0,033 Shaku) mit Reihen von Nähten zusammengezogen, um ein Muster zu erzeugen, das an eine Holzmaserung erinnert. Diese Arbeit erfordert viel Geduld. Sie besitzt eine echte Schönheit des Mingei, doch bis zur Fertigstellung sind beträchtliche Konzentration und viel Zeit erforderlich. Meine Augen und Schultern sind bereits völlig verspannt. Trotzdem arbeite ich nach und nach weiter. Freuen Sie sich bitte auf das fertige Stück.
※ Der Begriff „Mingei“ wurde 1925 von Yanagi Sōetsu gemeinsam mit Hamada Shōji, Kawai Kanjirō und anderen geprägt. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf Gebrauchsgegenstände, die von gewöhnlichen Menschen im täglichen Leben verwendet wurden, und auf die Schönheit, die in der Handarbeit unbekannter Kunsthandwerker zu finden ist.