Menü Schließen

Karamushi- bzw. Ramie-Weberei ① | Von der Pflanze zum kleinen Gewebe

▼ Kennen Sie diese Pflanze?

Karamushi- bzw. Ramiepflanze

▼ Die Unterseite der Blätter ist weiß.

Karamushi-Blätter mit ihrer weißen Unterseite

Die Pflanze, die für die Karamushi-Weberei verwendet wird, heißt Karamushi – die japanische Bezeichnung für Ramie. Auf Japanisch wird sie 苧麻 geschrieben. Sie ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Brennnesselgewächse; aus ihren Stängeln lassen sich bastartige Textilfasern gewinnen.

Karamushi-Fasern werden in Japan seit alter Zeit als Material für Stoffe genutzt. Auch heute werden traditionelle Ramiegewebe wie Echigo Jōfu, Ojiya Chijimi, Miyako Jōfu und Yaeyama Jōfu weitergeführt. Auch die Datenbank der japanischen Kulturbehörde zu „Ojiya Chijimi und Echigo Jōfu“ erläutert, dass Ramie seit Langem als Rohmaterial für Echigo Jōfu verwendet wird.

■ Karamushi-Weberei | Ein schlichtes, ursprüngliches Gewebe weben

Mein Ziel war nicht ein so feines und präzises Gewebe wie Jōfu. Ich wollte aus selbst angebautem Karamushi vielmehr einen schlichten Stoff weben, der an japanisches Shizen-fu (Yamanu no), also „Naturstoff“, erinnert. Mit diesem Gedanken hatte ich in einer Ecke der Textilfarm von Hitotsuya Karamushi angebaut.

Und nun ist endlich ein winziges, kleines Werk daraus entstanden.

▼ Das ist mein kleines Werk aus Karamushi-Gewebe.

Kleine fertige Vasenunterlage aus Karamushi-Gewebe

Es ist eine kleine Vasenunterlage von etwa 20 × 40 cm. Ich finde, sie ist mir wirklich gut gelungen.

Den gesamten Ablauf – vom Ernten des Karamushi über das Gewinnen der Fasern bis zum eigentlichen Weben – stelle ich im Fortsetzungsbeitrag „Karamushi-Weberei ②“ vor.